Über mich

Viele Menschen kennen das Gefühl von Ohnmacht gegenüber der Politik. Das Gefühl, dass sich sowieso nichts ändert und dass man selbst nichts ausrichten kann. An einem bestimmten Punkt habe ich gemerkt, dass dieses Gefühl trügt: Sobald ich selbst aktiv wurde und Eigeninitiative zeigte, habe ich erlebt, dass man sehr wohl etwas bewegen kann. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit hat mich verändert, und sie ist der Grund, warum ich heute Kommunalpolitik mache. Ich will nicht nur meckern, ich will etwas verändern. Und ich will, dass möglichst viele Menschen erleben, dass sie der Politik nicht egal sind.

Wo ich herkomme

Ich bin in Steglitz-Zehlendorf geboren, hier zur Schule gegangen und groß geworden. Steglitz kenne ich am besten, es ist mein Zuhause. Aufgewachsen bin ich als Arbeiterkind und als Kind sogenannter Gastarbeiter. Ein Begriff, der von Anfang an falsch war, denn geblieben und Teil dieser Stadt geworden sind wir längst.

In der Schule saß ich oft neben Kindern aus sehr privilegierten Elternhäusern. Sie brachten ein Selbstbewusstsein mit, das ihnen zu Hause mitgegeben worden war, und genau das hatte ich nicht. Das hatte Folgen: Ich wurde seltener ernst genommen und weniger gefördert als andere. Diese Erfahrung hat mich geprägt, und sie treibt mich bis heute an. Ich will, dass solche Nachteile kleiner werden. Ich will, dass Kinder, die in ganz normalen Verhältnissen aufwachsen, dieselben Perspektiven bekommen wie alle anderen.

Was Sport für mich bedeutet

Einen großen Teil meines Selbstbewusstseins und meiner sozialen Heimat habe ich im Sport gefunden. Über viele Jahre habe ich Rock’n’Roll-Akrobatik auf Leistungssportebene getanzt und später selbst Training gegeben. Im Training habe ich Kinder erlebt, die zu Hause schwierige Verhältnisse hatten, und ich habe gesehen, was es ihnen gegeben hat: einen Ort, an dem sie Spaß mit Menschen hatten, die ihren Wert nicht an ihrer Leistung gemessen haben. Sport schafft Anschluss, Zugehörigkeit und Selbstvertrauen. Deshalb engagiere ich mich seit 2021 als Bürgerdeputierter im Sportausschuss der Bezirksverordnetenversammlung.

Mein beruflicher Weg

Beruflich bin ich Maschinenbauingenieur mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien. Schon als Kind habe ich Dinge auseinandergebaut, um zu verstehen, wie sie funktionieren, und sie dann wieder zusammengesetzt. Dieses Knobeln, dieser Wunsch zu begreifen, wie die reale Welt funktioniert, hat mich ins Ingenieurstudium geführt. Als die Spezialisierung anstand, habe ich gemerkt, dass erneuerbare Energien für mich mehr sind als ein technisches Interesse. Sie sind eine Aufgabe, die mich auch ideell erfüllt. Wir können nicht auf einem Planeten leben, dessen natürliche Lebensgrundlagen wir zerstören. Ich wollte einen echten Beitrag leisten, diese Lebensgrundlagen zu schützen, und real etwas bewirken, statt nur theoretische Papiere zu lesen.

Dabei habe ich aber auch gelernt: Die beste Technologie nützt nichts ohne den politischen Willen, sie tatsächlich umzusetzen. Für mich war es deshalb nur folgerichtig, mein Engagement bei den Grünen auszubauen.

Was ich heute mache

Seit März 2026 bin ich Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Steglitz-Zehlendorf. Von März 2024 bis März 2026 war ich Beisitzer im Kreisvorstand, und seit 2021 bin ich Bürgerdeputierter im Sportausschuss der Bezirksverordnetenversammlung. Bei der kommenden Wahl stehe ich auf Platz 6 der Liste für die Bezirksverordnetenversammlung.

Wofür ich stehe, lässt sich in einem Satz sagen: Ich will, dass die Menschen in unserem Bezirk erleben, dass sie etwas bewegen können und dass die Politik sie nicht vergisst, ganz gleich, aus welchem Elternhaus sie kommen.

Sie haben ein Anliegen aus dem Bezirk oder wollen einfach ins Gespräch kommen? Schreiben Sie mir.